Konzert der Musiklehrer

MUSIKSCHULE Buntes Programm für 180 Zuschauer

Wetzlar (kjf). Wie die Alten sungen, so zwitschern bald die Jungen, sagt das Sprichwort. Wie die Alten "singen", erlebten 180 Zuhörer im großen Saal der Wetzlarer Musikschule beim Lehrerkonzert.

Das Programm bot vieles für Freunde der klassischen Musik. Musikschuldirektor Thomas Sander begrüßte die große Zahl von Zuschauern und zeigte sich erfreut über den kontinuierlich steigenden Zuspruch.

Dass die Lehrer an der Musikschule von dem, was sie vermitteln, eine Menge verstehen, stellten zunächst die Geigerin Ruta Birkofer, die Pianistin Carola Friedmann und der Cellist David McDonald unter Beweis. Mit der anspruchsvollen kleinen Sonate à trois von Jean Marie Leclair eröffneten die drei Musiklehrer den Reigen

Wigbert Traxler, der seit vielen Jahren in Wetzlar dem Nachwuchs den Unterschied zwischen den schwarzen und den weißen Tasten am Klavier vermittelt, zeigte dann mit 32 Variationen über ein eigenes Thema von Ludwig van Beethoven, dass diese Tasten unter den richtigen Händen zu einem vollwertigen Orchester werden können.

Traxler begleitete im Verlauf des Abends viele seiner Kollegen. Zunächst überraschte Daniel Kladt mit dem Ungarischen Tanz Nr. 1 von Johannes Brahms, einem Stück, dass zu Unrecht nur noch selten auf den Programmzetteln zu finden ist. Dann sang Mezzosopranistin Annette Meisner fünf Lieder des britischen Komponisten Richard Rodney Bennett. Als letzten Beitrag vor der Pause erlebten die Zuhörer Renate Samrock am Fagott mit einem Sonatensatz von Mikhail Glinka.

Nach der Pause kamen zunächst die Himmelsklänge der Harfe, gespielt von Julia Pritz, zu Gehör.

Georg Friedrich Händels Konzert für Harfe und Orchester warb für das große Zupfinstrument, das in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt und seit einem Jahr auch wieder in Wetzlar unterrichtet wird.

Nach einem Nocturne von Frédéric Chopin gab es noch ein Stück von Gioacchino Rossini, bei dem Travis Meisner die Klarinette spielte. Wolfgang Amedus Mozart kam mit dem Concerto in Es-Dur zu Gehör, zu dem Carola Friedmann wieder das Klavier übernahm, Ruta Birkofer und David McDonals Violine und Cello und Michael Hoyer die Flöte spielten.

Zum Schluss ließ David McDonald begleitet von Traxler noch einen Satz einer Sonate von Edvard Grieg erklingen. Das Publikum war rundum begeistert.

WNZ, 25.09.2014