Zufallschor "reist" um die Welt Spezialitäten und Lieder aus vielen Ländern

"Wir sind heute der Chor", begrüßte Hans-Jürgen Irmer, Vorsitzender der in diesem Jahr als Veranstalter fungierenden Deutsch-Österreichischen Gesellschaft Wetzlar, 180 Gäste und Zuhörer im Konzertsaal der Musikschule Wetzlar zum Weihnachtssingen. Und das Publikum folgte der Aufforderung nur allzu gerne.

 

Seit vielen Jahren findet dieses gemeinsame Weihnachtssingen aller Wetzlarer Partnerschaftsvereine statt. Und es war in diesem Jahr übrigens so gut besucht wie nie zuvor.

Und es war Wetzlars Partnerschaftsdezernent Karlheinz Kräuter, der an die Initiatorin dieser Veranstaltungsreihe erinnerte: Gabriele Freifrau von Falkenhausen. Sie starb 94-jährig im Mai dieses Jahres und das Auditorium im Konzertsaal erhob sich zu einer Gedenkminute in dankbarer Erinnerung an eine Mitbürgerin, die laut Kräuter mit ihrem Wirken im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich "sehr viel für die Stadt Wetzlar getan hat".

 

Thomas Sander, Leiter der Musikschule, hatte auch in diesem Jahr die instrumentale Begleitung des Weihnachtssingens am Flügel übernommen und eröffnete den musikalischen Reigen mit der Europahymne, Beethovens "Ode an die Freude". Erstmals beteiligte sich die Europa-Union Wetzlar an dem gemeinschaftlichen Singen. Es schloss sich das Adventslied "Herbei, o ihr Gläubigen" in deutscher, englischer, französischer und lateinischer Sprache an. Dann steuerten die einzelnen Wetzlarer Partnerschaftsvereine zunächst je eine Advents- oder Weihnachtsgeschichte oder eine andere Begebenheit aus Tschechien, Italien, Finnland, England, Österreich, Frankreich und den USA bei, vorgetragen von einem Vorstandsmitglied der jeweiligen Gesellschaft. Dem folgten je zwei landestypische Weihnachtslieder.

 

Dabei hatte Thomas Sander die Aufgabe übernommen, den großen "Zufallschor" mit den teils speziellen Rhythmen und Takten der hierzulande nicht so bekannten Lieder vertraut zu machen. Den Abschluss nach knapp zwei Stunden gestaltete dann ein "richtiger" Chor, nämlich die "Chorwerkstatt" aus Garbenheim unter der Leitung von Dr. Erwin Grüner.

 

Wetzlarer Neue Zeitung, 10.12.2013