Zirkus wehrt sich gegen Verbote

Kinderchöre führen ein buntes Stück in Dornholzhausen auf

Ein Musical von Kindern und Jugendlichen für Kinder war am Sonntagnachmittag reizvoller Publikumsmagnet im vollbesetzten Bürgerhaus Dornholzhausen. „Der Tag, als der Zirkus verboten werden sollte“ hieß das zauberhafte, witzige Stück von Eva Württemberger, das der Kinderchor des Gesangsvereins „Frohsinn“ 1855 Langgöns gemeinsam mit den Kinderchören aus Dutenhofen, Waldgirmes und der Musikschule Wetzlar einstudiert hatte. Die musikalische Kooperation bot abwechslungsreich inszenierte, fröhlichbunte Unterhaltung, bei der die jungen Musical-Akteure ihr musikalisches Talent mit großem Engagement gekonnt unter Beweis stellten. Armin Elmshäuser, Vorsitzender des GV „Frohsinn“, wünschte dem Publikum gute Unterhaltung mit dem „Zirkus Buntelli“.

 

Darum ging es in dem knapp einstündigen Musical: Oberverwaltungsrat Müller ist für klare Regeln. Und da sind diese unsäglichen Zirkusleute vom „Zirkus Buntelli“. Wo der Zirkus ist, verbreiten sich unkontrolliert Spaß und buntes Treiben. Das musste ein Ende haben, und so wird der Zirkus verboten. Doch die Zirkusleute wollen weiterhin alle zum Träumen bringen. In der Manege verzaubern die Clowns, die Akrobaten, der stärkste Mann der Welt, der Magier und die süße Zirkusprinzessin ihr Publikum . Aber Oberverwaltungsrat Müller kannte keine Gnade. Da beschlossen die Zirkusleute, sich zu wehren: Sie fragten alle Bürger, ob der Zirkus bleiben soll und die sagen alle „Ja“. Zum Schluss besucht auch Oberverwaltungsrat Müller die Vorstellung.

 

Die kurzweilige Handlung, flotte Musik- und Textkompositionen sowie die Solo-Liedbeiträge kamen bestens an. Auch die bunten Kostüme waren eine Augenweide. Die Chorleitung, Einstudierung und Gesamtleitung lag bei Gabriele Phifer. Für die Einstudierung und Leitung der Projektband der Wetzlarer Musikschule (Marek Steinbach, Annika Wolf, Maximilian Gerth und Alexander Horn) war Ludwig Jobst verantwortlich. Für Planung und Organisation des Musicals waren Heide Aeberhard und Renate Koch (MGV und „Harmonie“ Dutenhofen), Daniela Henss und Geli Mai („Frohsinn“ Langgöns), Brigitte und Bernd Krieger (Sängervereinigung Waldgirmes), Thomas Sander (Wetzlarer Musikschule) und viele weitere Helfer zuständig. In der Schlussszene ging Regen aus Luftballons und Konfetti auf die jungen Sängerinnen und Sänger nieder.

 

 

Wetzlarer Neue Zeitung, 12.11.2013