100 Schüler musizieren - Jedem Kind (s)ein Instrument

Rund 100 Grundschüler der Lotteschule und der Ludwig-Erk-Schule haben im Konzertsaal der Musikschule gezeigt, was sie im Projekt „JeKi“ gelernt haben.

Seit 2008 gibt es das Projekt „Jedem Kind (s)ein Instrument, das die Musikschule Wetzlar mit den beiden Grundschulen durchführt. Eine Musikschullehrerin und eine Grundschullehrerin führen die Kinder dabei in den Klassen eins und zwei an eine musikalische Grundausbildung heran. In den Klassen drei und vier geht es dann um das Spielen eines Instruments. Einmal pro Woche finde der Unterricht mit beiden Lehrkräften in der Schule statt, so Gabriele Phifer, Organisationsleiterin von „JeKi“ an der Musikschule.

„Leider hat das Land seine Zuwendungen für das Projekt drastisch gekürzt“, teilte Musikschulleiter Thomas Sander zu Beginn der Veranstaltung den rund 100 Eltern und Gästen mit. Laut Sander hat das Land das Projekt zweimal für zwei Jahre mit je 20.000 Euro unterstützt. Jetzt sei die Förderung um mehr als die Hälfte gekürzt worden. „Wir wollen das Projekt aber trotzdem fortführen und sind noch in Verhandlungen, ob wir das nötige Geld nicht doch noch bekommen können“, erklärte der Musikschulleiter.

Dann durften die Kinder loslegen. Sie begannen mit einem Sonnentanz aus Irland: Die Grundschulkinder der ersten und zweiten Klassen sangen gemeinsam, schwangen bunte Tücher und begleiteten den Auftritt selbst mit Pauken, Glöckchen und Rasseln. Im Anschluss präsentierten die Kinder die ersten Stücke, die sie schon auf einem Instrument – vor allem Gitarre, Cello und Violine – spielen konnten. Mit dabei war auch eine gemischte Gruppe aus beiden Schulen, die eine „asiatische Traummelodie“ auf den Violinen vortrug. Schließlich spielte das gesamte „JeKi“-Orchester der Lotteschule unter Leitung von Johanna Sprang und Marion Giersbach-Schmidt. Den gelungenen Abschluss des Konzerts bildete das Schlusslied aller beteiligten Schüler: „Ich bin der Ohrwurm“ trugen die Kinder gemeinsam vor.

 

Wetzlarer Neue Zeitung, 14.06.2013