Nachwuchs macht stolz - Konzert von 50 Mädchen und Jungen

Wahrlich stolz können die 160 Eltern und Großeltern, Tanten und Onkel auf ihre Kinder, Neffen und Nichten sein, die am Samstagabend das traditionelle Weihnachtskonzert der Wetzlarer Musikschule gestaltet haben.

50 Jungen und Mädchen der 1200 Schüler, die derzeit das musische Bildungsinstitut am Schillerplatz besuchen, waren mit ihren Lehrern daran beteiligt. Aber nicht nur sie waren die Akteure. Auch die Besucher ihres Konzertes waren in das anderthalbstündige Musikgeschehen eingebunden. Es bedurfte keiner langatmigen Aufforderung von Musiklehrer Michael Hoyer, um sie zwischendurch zum Mitsingen von volkstümlichen Weihnachtsliedern wie „O, Tannenbaum“ oder geistlichen Weisen wie „Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun, kommet, das liebliche Kindlein zu schaun“ anhand eines schmuck aufgemachten Liedblattes zu bewegen. Die Instrumentalbegleitung dazu hatte eine extra für das Weihnachtskonzert zusammengestelltes „Orchester Kunterbunt“ mit Michael Hoyer am Dirigentenpult übernommen.

Erst recht sorgten die Musikschüler selbst mit ihren Vokal- und Instrumentalbeiträgen für eine festliche Stimmung im weihnachtlich dekorierten Konzertsaal der Musikschule. Mit dem Adventschoral „Tochter Zion, freue dich sehr“ eröffnete ein Fagott-Quartett den Reigen der Vortragsstücke, die die Besucher mit Werken des Leipziger Thomaskantors Johann Sebastian Bach, des Hofkomponisten Friedrich des Großen, Johann Joachim Quantz sowie mit Kirchenliedern und rumänischen Hirtenweisen zum gemeinsam gesungenen Schlusslied „Jingle bells“ hinführten. Unterbrochen wurde dieser Reigen von der Darbietung der in Nordamerika populären Geschichte vom übellaunigen Grinch, der mit seinem „Zwei Nummern zu kleinem Herzen“ Weihnachten zu verhindern suchte, schließlich jedoch die Bedeutung des Festes für die Menschen erkannte und dadurch selbst ein „weites Herz“ verliehen bekam. Gesangspädagogin Annette Meisner hatte diese Geschichte für die Wetzlarer Aufführung bearbeitet. Ihre Gesangsgruppe mit Felix Waidhas (Bass) als Solist und ein Klarinettenensemble von Travis Meisner brachten das Stück „auf die Bühne“.

 

Wetzlarer Neue Zeitung, 17.12.2012