Ballettmäuse locken in die Manege
200 Musikschüler begeistern 500 Besucher in der Stadthalle

Die Wetzlarer Musikschule hat ihrem Ruf als Aushängeschild der Stadt beim großen Jahreskonzert in der Stadthalle alle Ehre gemacht: Trotz strahlenden Frühlingswetters waren am Sonntagnachmittag rund 500 große und kleine Besucher gekommen, um die jungen Talente aller Altersklassen zu hören.

Die 200 Musiker präsentierten nahezu die gesamte Angebotspalette der Schule. Die 13 Gruppen musizierten souverän unter der Leitung ihrer Lehrer. Dabei hatten die Kinder der Grundstufe zusammen mit dem Kinderchor für einen schwungvollen Auftakt gesorgt. Als Clowns, Affen oder Ballettmäuse verkleidet, lockten die Jüngsten um Gabriele Phifer, Jeanette Dörr und Sonja Brück, mit ihrem „Zirkussong“ die Besucher in die Manege. Ein farbenprächtiger Auftritt, der mit stürmischem Beifall belohnt wurde.

Danach begrüßte Thomas Sander, Leiter der Musikschule, die Gäste. Unter ihnen viele Eltern, Omas und Opas, die den Auftritt ihrer Schützlinge auf der großen Bühne miterleben wollten. Mit Leontine Graf und Robin Wächtershäuser stellte Sander zwei Nachwuchstalente vor, die nicht nur von der Arbeit der pädagogischen Einrichtung erzählten, sondern auch das Programm humorvoll moderierten. „Viele unserer 39 Musikpädagogen und 1540 Schüler haben sich in Sonderproben auf dieses Konzert vorbereitet, mit dem wir einen Einblick in den Leistungsstand unserer Einrichtung vermitteln wollen“, so die jungen Moderatoren.

Mit dem romantischen „Allegro non tanto“, eine Komposition von Friedrich Kuhlau, präsentierte sich das Flötentrio um Michael Hoyer. Schwungvoll ging es mit dem Blasorchester weiter. Unter der engagierten Leitung von Paul Pfeiffer präsentierten die jungen Musiker eine ganze Palette südamerikanischer Rhythmen wobei besonders die Solisten mit ihrer Posaune und Trompete Akzente setzten. Mit dem bekannten „Lummerlandlied“ und dem zeitgenössischen „Moonlight Shadow“ präsentierten sich die Blockflöten-Gitarren-Gruppen, die von Jörn Martens geleitet wurden. Auch der 15-köpfige Jugendchor, mit seinem bunten Strauß bekannter Filmmelodien, wusste zu gefallen.

Vom „Regenwurm-Krimi“ bis zur „Kissenschlacht im Bienenstock“ reichte der musikalische Ausflug ins Tierreich, mit dem das Streich- und Juniororchester (Leitung: Johanna Sprang) im Dialog mit dem Kinder- und Jugendchor für Heiterkeit sorgte. Ein Auftritt, mit dem die rund 80 jungen Akteure für einen besonderen Höhepunkt sorgten. Lob verdienen auch das exzellent und integrativ musizierende Blechbläserensemble (Leitung: Matthias Wetzlar) und das Gitarren-Erwachsenen-Ensemble unter der Leitung von Jörn Martens. Für einen schwungvollen Abschluss sorgte das Percussion-Ensemble, das afroamerikanische Rhythmen präsentierte.

Wetzlarer Neue Zeitung, 27.03.2012