Bach und Jazz begeistern

Lehrerkonzert der Musikschule bietet Vielfalt


Gewohnt abwechslungsreich und künstlerisch anspruchsvoll fand am Samstagnachmittag das Lehrerkonzert in der Wetzlarer Musikschule statt. Von der späten Renaissance über Klassik, Romantik, der Moderne, sowie Jazz und Pop spannte sich der musikalische Bogen, auch die Jazz-Combo der Musikschule hatte ihren Auftritt. Zwei Stunden wurden rund 100 Zuschauer, darunter auch viele Schüler, bestens unterhalten.

Zeitlich ging es zunächst zurück in die späte Renaissance. Joachim Demharter spielte eine fröhliche Lautenfantasie des Briten John Dowland, dessen Werke auch „Sting“ interpretierte. Spannungsreich inszenierten Daniel Kladt auf der Violine und Demharter auf der Gitarre eine berühmte Duellszene aus dem Thriller „Beim Sterben ist jeder der Erste“ (Deliverance). Ein weiterer Höhepunkt war das spätromantische „Largo non troppo“ – ein Lied geschrieben für Flöte und Gitarre von  Francesco Molino. Vorgetragen wurde es von Michael Hoyer und Peter Haagen (Gitarre) im fröhlichen Allegretto.

Improvisationsfreudig zeigten sich Oliver Fürbeth und Thomas Sander am Klavier mit Präludien von Bach. Jörn Martens und Peter Haagen präsentierten Werke des klassischen spanischen Komponisten Enrique Granados auf der Gitarre. Einen recht  originellen Witz zeigten Michael Hoyer (Flöte), Travis Meisner (Klarinette) und Thomas Sander am Klavier, als sie sich zu jazzigen Werken von Mike Mower mit Sonnenbrillen und tief sitzenden Kopfbedeckungen auf der Bühne präsentierten.

Höhe- und Schlusspunkt des Konzerts war der Auftritt der Jazz-Combo. Gekonnt interpretierten sie bekannte Pop und Rock‘n‘ Roll-Songs von „Supertramp“, aber auch Jazz-Klassiker von Duke Ellington wurden spielerisch leicht umgesetzt. Das Publikum zeigte sich begeistert. Die Musiker gaben gut gelaunt Zugaben.


Wetzlarer Neue Zeitung, 14.09.2011