Kühle-Stipendium erstmals vergeben

Im Rahmen eines Konzerts der Musikschule

„Henrietta Svidinski gilt als fleißige und talentierte Schülerin. Deshalb haben wir in enger Abstimmung mit der Musikschule beschlossen, das Wolfgang-Kühle-Stipendium an Henrietta Svidinski zu vergeben“, so Boris Rupp, Vorsitzender des Kulturförderringes, am Samstag.

Er hatte die Aufgabe übernommen, das neu ausgelobte Stipendium, das den Namen des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Wolfgang Kühle trägt und mit 500 Euro dotiert ist, zu überreichen. Anlass der Verleihung war der 90. Geburtstag Kühles am 7. Dezember. Empfänger des Stipendiums ist ein begabter Schüler oder eine Schülerin der Musikschule, in diesem Jahr Henrietta Svidinski, die neben ihrem Unterricht an Klavier und Harfe auch im Ensemblespiel der Musikschule engagiert ist. Die Empfängerin wurde auf Vorschlag der Lehrer durch eine Jury bestimmt, der Rupp, Lullu Kühle und Musikschulleiter Thomas Sander angehören.

Die Verleihung war eingebettet in das traditionelle Weihnachtskonzert der Musikschule, zu dem 250 Besucher in den Konzertsaal gekommen waren. Nach einem „Weckruf“ mit Jacqueline Hammer, Trompete, Tamara Marx, Posaune und Michael Hoyer, Klavier, bei dem drei Allemanden von Johann Hermann Schein erklangen, intonierte das Publikum unter der Leitung Hoyers das Weihnachtslied „Fröhliche Weihnacht überall“, begleitet vom „Orchester Kunterbunt“, das sich aus Schülern aller Klassen und Jahrgänge der Musikschule zusammensetzt.

Mit der „Weihnachtsandacht“ von Johannes Schmidlin schuf die Sopranistin Angelika Nolting zunächst die geistlich-musikalische Grundlage, die den Ursprung von Weihnachten in den Fokus rückte. Dann gab es ein anspruchvolles, abwechslungsreiches Programm mit Darbietungen verschiedener Ensembles und Solisten. Dazu wurde auch immer wieder das Publikum zum Mitsingen eingeladen, und als nach eineinhalb Stunden „Rudolph, the red nosed reindeer“ das Konzert beendete, hatten sich Publikum und Künstler zum homogenen, überzeugenden Konzertkörper vereinigt.

Wetzlarer Neue Zeitung, 14.12.2010