Stipendien spornen an
Ehrungen am Tag der Hausmusik in Wetzlar

In einer Feierstunde in der Wetzlarer Musikschule sind Lehrkräfte für ihr langjähriges Wirken geehrt worden. Außerdem wurden zum achten Mal die Gertrud-Braun-Stipendien an besonders ambitionierte Solisten und Ensembles unter den Musikschülern vergeben. 150 Besucher erlebten zudem ein anspruchsvolles musikalisches Rahmenprogramm.

Zunächst gab es Musik von Allan Rosenheck, Wolfgang Amadeus Mozart, Peter Kütt, Manuel Penella, Marcel Tournier und Turlough Carolan. Dabei zeigten verschiedene Ensembles bis hin zu einer faszinierenden Paarung von Harfe und Cello den hohen Standard der Ausbildung. Gerd Braun, Vorstandsmitglied des Musikschulvereins, hatte es übernommen, die Lehrkräfte zu ehren, die seit vielen Jahren an der Musikschule erfolgreich wirken.

Zunächst rief der Laudator Milanka Nasseh-Pecić auf, die am 01. Januar 1970 in die Bildungsstätte eintrat. Als langjährige Leiterin des Fachbereichs Tasteninstrumente, als Koordinatorin der Veranstaltung „Kinder musizieren für Kinder“ und als Klavierlehrerin, die schon viele Talente erfolgreich zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ brachte, sei Milanka Nasseh-Pecić eine herausragende Persönlichkeit an der Musikschule, so Braun.

Für 25 Jahre Schulzugehörigkeit wurde Arnd-Georg Schrottky geehrt, der in den Fächern Klavier, Keyboard, Schlagzeug und Percussion erfolgreich lehrt und seine Schüler auf Auftritte vorbereitet. Bereits 20 Jahre wirkt Matthias Wetzlar im Fach Trompete an der Musikschule, wobei er neben der erfolgreichen Heranführung seiner Schüler an Auftritte auch als Leiter des Blechbläser-Ensembles aktiv ist. In Abwesenheit wurden Burkhard Wissemann für 30 Jahre Tätigkeit im Fach Schlagzeug und Percussion und Carola Friedmann für 20 Jahre Unterrichten an Klavier, Cembalo und Blockflöte geehrt.

Nach einem Flötenquartett und einem Gesangsbeitrag überreichte Gerd Braun das Gertrud-Braun-Stipendium in der Kategorie Solo. Preisträgerinnen in diesem Jahr sind Annabelle Mattern und Leah Quiring, die beide mit deutlichem Erfolg und viel Freude das Spiel auf dem Altsaxophon erlernen. Die beiden erhielten jeweils 250 Euro zur Unterstützung ihres Engagements.

Nachdem die Stipendiatinnen ihr Können unter Beweis gestellt hatten, überreichte Gerd Braun das zur Erinnerung an seine verstorbene Frau ausgelobte Stipendium in der Kategorie Ensemble. Über jeweils 100 Euro konnten sich Annabelle Raasch, Leonie Best, Sonya Ouertani und Hanna Marcus, alle Violine und Lea Hähnel-Bremer, Violoncello freuen. Mit zwei Sätzen aus Carlo Ricciottis „Concertino II“ bedankten sich die Streicherinnen für die Auszeichnung und beendeten mit einer eindrucksvollen musikalischen Leistung die Feierstunde.


Wetzlarer Neue Zeitung, 23.11.2010