Virtuoses Saitenspiel

Meisterkonzert im Rahmen der Gitarrentage

Es waren Kammerstücke von beeindruckender Komplexität, die die beiden Virtuosen ausgewählt hatten. Im Rahmen der Gitarrentage zeigten am Samstag zwei der Referenten ihr außergewöhnliches Können.

50 Besucher kamen in den Musiksaal der Wetzlarer Musikschule um das Spiel der Meister zu erleben. Der aus Österreich stammende Christian Haimel machte den Auftakt mit dem wahrhaft großen „Grand Solo“ von Fernando Sor. Einfühlsam und technisch perfekt ließ Haimel die Saiten klingen. Der junge Gitarrist füllt bereits seit Jahren große Konzertsäle und wird als der der Mann mit der „singenden Gitarre“ bezeichnet. Mit einem Stück von Giulio Regondi und einer Sonata von Mario Casteluova-Tedesco setzte der Meister seinen Vortrag fort. Dabei erlebten die Besucher einen Klangzauber von ungewöhnlicher Farbigkeit. Die Zuhörer waren begeistert von dem perfekten Konzert.

Nach der Pause kam mit Dimitri Illarionov ein zweiter Gitarrist von internationalem Rang zu Gehör. Schon mit der „Grande Ouverture“ von Mauro Giuliani hatte der 1979 geborene Virtuose die Zuhörer in seinen Bann geschlagen. Mit Werken von Augustin Barrios Mengoré, Rossen Balkanski und Francisco Tárrega bewies der junge Russe, dass er zu Recht als einer der ganz großen Könner an seinem Instrument gehandelt wird.

Wetzlarer Neue Zeitung, 03.11.2009